Berufsverband der Pastoralreferenten/-innen im Bistum Münster

Lebe,
was du
glaubst
Sage,
was du
denkst
Entdecke,
was du
kannst

Am 23. September trafen sich Vertreter der Diözesanverbände der GemeindereferentInnen Aachen, Köln, Paderborn, Essen und Münster im katholischen Zentrum in Dortmund.

Die Wege sind weit, wenn sich VerteterInnen aus dem Bistum Münster und Aachen an einem Ort treffen wollen. Aber dennoch ist es wertvoll, sich m iteiander zu vernetzen und voneinander zu hören. Neben dem Austausch über die gemeinsamen Fragen und Unterschiede im Kontakt mit der Bistumsleitung, war es diesmal auch wichtig ein gemeinsames Votum zu finden, ob eine Erhöhung des Beitrages an den Bundesverband sinnvoll ist.
Im November soll bei der Herbst-Vollversammlung über eine Beitragserhöhung von 5,00 Euro pro Person entschieden werden.
Auch die allgemeine Stimmung Zum Schluss hat Christa Blokesch aus Essen die Neujahrsansprache von Bischof Overbeck und einen Zeitungsartikel von Generalvikar Pfeffer aus Essen mitgebracht.

Es entstand eine lebhafte Diskussion über den Brief und das Interview mit vollem Respekt für den Mut und die Offenheit, die in diesen Schreiben zu Ausdruck kamen. Allerdings scheint es auch Bischöfe zu geben, die glauben, unter den Priestern in ihrer Diözese gebe es keine Homosexualität. Andere schweigen lieber, anstatt sich die Finger zu verbrennen. „Müssen wir die mutigen Bischöfe unterstützen und ermutigen, und wie geht das?“ drängte sich als Frage auf.
Das Treffen war gewinnbringend und ermutigend. Immerhin gibt  es in keinem anderen Bundesland solche Netzwerktreffen, damit sind die Berufsverbände in NRW absolut innovativ.
Beim nächsten Treffen am 03. Februar in Köln soll es um diese Punkte gehen:
- KODA und Gewerkschaft - geht das überhaupt?
· Arbeitsplatzumschreibung, wie wird das in den Bistümern gehandhabt?
· Wie ist es mit Arbeitsmitteln und Ausführungsbestimmungen dazu?
· Beschäftigungsumfang bei Ehepaaren, Teilzeitregelungen

Zwischen Banalität und Überforderung

- Kirchliches Sprechen von Gott -

Do. 24.10.2019 - 08.30 bis 16.00 Uhr
KSHG Münster
Frauenstraße 3-6 · 48143 Münster

Gemeinhin denken viele Menschen von einer Predigt, dass sie von einem Priester auf einer Kirchenkanzel den GottesdienstbesucherInnen die Bibeltexte auslegt.

Vielerorts predigen aber auch PastoralreferentInnen in unterschiedlichen Gottesdiensten. Die Qualität einer Predigt hängt nicht vom Weihegrad ab. Ob die ZuhörerInnen zuhören oder innerlich abschalten, hängt auch davon ab, ob der Prediger oder die Predigerin wesentliche handwerkliche Regeln des Journalismus verstehen.

"Eine gute Predigt ist nicht allein das Ergebnis eines genialen Gedankenblitzes", sagte Klaus Nelißen den 25 Teilnehmerinnen des Berufsverbandes der PastoralreferentInnen im Bistum Münster in den Räumen der KSHG Münster.

Der Studientag widmete sich also der Sprache der Verkündigung. Klaus Nelißen geht davon aus, dass auch das gelingende Sprechen von Gott eine Frage von gut gemachtem Handwerks ist und brachte Werkzeuge ein aus dem Nachrichtengeschäft.
Welche Relevanz hat das, was ich den ZuhörerInnen mitteilen möchte?
Wie authentisch und echt kann ich meine Botschaft verkünden, oder sage ich das, was man allgemein von einer Predigt erwartet?

Die "Ein Mann beißt einen Hund"-Regel verdreht das schon immer Gehörte und Erwartete in ein unerwartetes Geschehen und erweckt Aufmerksamkeit. Diese Regel anzuwenden, scheint schwierig zum Beispiel  angesicht einer 2000-jährigen Wiederholung der Geburt Jesu in Bethlehem.

Konkret zu werden, sich selber ins Spiel bringen und nicht abstrakt von Liebe, Gott und Verheißung zu sprechen, ist eine Herausforderung, wenn ich nicht ins Banale, Infantile abgleiten möchte, mahnte er und erzählte vom Storytelling. Geschichten prägen sich ein, weil sie Emotionen auslösen, den Zuhörer Identifiktation ermöglichen. Die Bibel ist voller Geschichten - was für ein Schatz, mit dem wir umgehen dürfen.

 

Download Material zum Studientag

Klaus Nelißen vom Katholischen Rundfunkreferat NRW konnte gewonnen werden, an diesem Tag zum Thema "Sprache der Verkündigung" zu referieren.
Klaus Nelißen geht davon aus, dass auch das gelingende Sprechen von Gott eine Frage von gut gemachtem Handwerk ist und bringt Werkzeuge ein aus dem Nachrichtengeschäft.
Er ist Theologe, Journalist und Pastoralreferent des Bistums Münster.
www.kirche-im-wdr.de

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